Christina Rivera Garza
Aus dem Mexikanischen von Johanna Schwering
John Verlag | RBmedia Verlag 2025
Pulitzer-Preis 2024
Femizide in Mexiko.
Die eigene Schwester wird ermordet. Der Täter ist bekannt – und geflüchtet. Wie umgehen mit dem Schmerz und der Trauer? Der Wut auf die Politik?
Gibt es einen konstruktiven Weg?
1990 wird Liliana, die Schwester der mexikanischen Schriftstellerin Christina Rivera Garza ermordet. Drei Jahrzehnte nach diesem Mord erst – in Mexiko werden im Schnitt täglich mehr als zehn Frauen und Mädchen getötet – hat Christina Rivera Garza die Kraft darüber zu schreiben. Sie findet einen Stil und eine Sprache, die die Liebe zu ihrer Schwester und den Schmerz über ihre Ermordung fühlbar macht, die sehr persönlich ist. Sie wird ergänzt durch Passagen, in denen Christina Rivera Garza über die Ursachen von Femiziden in der patriarchal geprägten Gesellschaft Mexikos und deren Umgang mit den Tätern und den Opfern auseinandersetzt.
Ein starkes und einfühlsames Buch, erschienen im Klett Kotta Verlag.